Was gibt es neues - BI Saalfelder Suhler Straße

BI Saalfelder Suhler Straße
06.09.2021
Direkt zum Seiteninhalt
Wie Sie alle schon erfahren haben hat sich zum Thema Straßenausbau einiges getan.
So hat sich in Sachsenhausen eine BI am Park Sachsenhausen gebildet.Hier wurden die Anwohner
auch zum Thema Straßenausbau und der Kostenübernahme überrascht.
Wir haben zum Thema Straßenausbau mit den Fraktionen der SVV und politischen Gremien Kontakt aufgenommen.

Wir können jeden Raten sich davon zu überzeugen betrifft das Straßenausbaukonzept auch meine Straße.
Schließen sie sich zusammen und legen Sie eigene Alternativen dazu vor.
Bei Fragen stehen wir zur Verfügung.  

Hier einige Presseberichte zu diesem Thema
Oranienburg: Straßenausbaukonzept als Richtmarke für die kommenden Jahre
Im Oranienburger Straßennetz gibt es noch viele Straßen und Wege,
die ausgebaut oder saniert werden müssen.

ANZEIGE
14:40  04.06.2021
Die Oranienburger Stadtverwaltung wirbt für das erarbeitete Straßenausbaukonzept.
Klare Aussagen der Stadt zur Sanierung der Saalfelder und Suhler Straße.

Oranienburg
Über 400 Kilometer ist das Netz aus Wegen und Straßen in Oranienburg lang.
Die Sanierung- und der Ausbau des Straßen- und Wegenetzes führte in der
Vergangenheit immer wieder zu kontroversen Diskussionen.
Im Februar 2019 beschloss die Oranienburger Stadtverordnetenversammlung ein
Straßenausbaukonzept zu erstellen, welches von der Stadtverwaltung
am 12. Mai 2021 der Öffentlichkeit präsentiert wurde.


ANZEIGE
Prioritätenliste zum Straßenausbau
Dieses Konzept sieht unter anderem ein Ranking vor, wann welche Wege
und Straßen in Oranienburg saniert und ausgebaut werden sollen. „Die Verwaltung hat ein
Straßenausbaukonzept erarbeitet, das alle Straßenbaumaßnahmen eine Priorität zuweist.
Diese Konzeption soll eine Orientierung für die nächsten Jahre bieten. Die Entscheidung, dieses
Konzept zu beschließen, liegt bei der Stadtverordnetenversammlung“,
bekräftigt Baudezernent Frank Oltersdorf. „Es war eine unglaublich große
Herausforderung für unser Tiefbauamt, dieses Konzept zu erstellen. Aber es ist gelungen
und wir haben nun eine Art Straßenausbaubibel für die kommenden Jahre“,
ergänzt Bürgermeister Alexander Laesicke.

Bürgerinitiave läuft Sturm
Allerdings kommt nicht bei allen Bürgern Begeisterung auf, so entstand unter anderem eine
Bürgerinitiative der Anwohner der Saalfelder und Suhler Straße. „Die Bürgerinitiative möchte
darauf aufmerksam machen, dass die Stadt Oranienburg ihre Pläne zum Straßenausbau geändert hat.
Von Erschließungs- und Ausbaumaßnahmen sind jetzt nicht nur alle unbefestigten Straßen,
sondern auch jene betroffen, die bereits mit Spritzasphalt überzogen sind“, berichtet BI-Sprecher
Frank Schwarzkopf. „Das betrifft somit nicht nur uns Anwohner der Saalfelder- und Suhler Straße,
sondern auch alle Bürger in den Ortsteilen. Diese wollen wir darauf aufmerksam machen.“
So schön die Erschließung und der Ausbau auch sein mag, die Kosten tragen die Anwohner,
bemängeln die Mitstreiter der Bürgerinitiative.


ANZEIGE
13 Seiten Vorschläge und Ideen von Anwohnern
Baudezernent Frank Oltersdorf äußert sich klar zu dieser Thematik: „Die Straßen liegen in der
Prioritätenliste eher im Mittelfeld und werden nach dieser Konzeption nicht zeitnah ausgebaut werden.
Eine im Dezember vorgelegte Beschlussvorlage zum Ausbau der Saalfelder Straße wurde damals vom
Bürgermeister zurückgezogen und wird auch nicht mehr neu eingereicht.“ Die Stadtverwaltung und da
insbesondere Bürgermeister Alexander Laesicke bekräftigen aber, immer den Dialog mit den Bürgern
führen zu wollen. Inzwischen sind 13 Seiten an Vorschlägen und Ideen der Bürgerinitiative eingegangen,
die nun intensiv gesichtet und bearbeitet werden von den zuständigen Fachämtern. Um das
Straßenausbaukonzept mit Leben zu erfüllen, muss es im Herbst dieses Jahres von der
Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden. Im Vorfeld geht es in die Fachausschüsse und die Ortsbeiräte.
„Mich ärgert immer ein wenig, dass der Straßenausbau und die dafür notwendigen Maßnahmen auf Landesebene
immer von einigen Parteien forciert werden, vor Ort auf lokaler Ebene dann aber anders darüber diskutiert
und gesprochen wird“, gibt Laesicke abschließend zu Protokoll
MOZ.de
Erschließung Straße Ausbau
Weiterer Widerstand in Oranienburg ­- Immer mehr Anwohner fühlen sich von der Stadt übergangen
In Oranienburg wird der Protest gegen den geplanten Straßenausbau lauter.
Anwohner fühlen sich nicht beteiligt und schlecht informiert.
In Sachsenhausen hat sich eine weitere Bürgerinitiative gegründet.

15. Juni 2021, 05:30 Uhr•Oranienburg
Ein Artikel von
Marco Winkler
Die laut Gutachten schlechteste Straße in Oranienburg liegt in Sachsenhausen.
Wegen des geplanten Ausbaus regt sich nun Widerstand.
Die laut Gutachten schlechteste Straße in Oranienburg liegt in Sachsenhausen.
Wegen des geplanten Ausbaus regt sich nun Widerstand.
© Foto: Marco Winkler
„Stell dir vor, es geht um den Straßenausbau und keiner protestiert.“
Dieser Satz war vor wenigen Wochen in dieser Zeitung zu lesen.
Hintergrund war eine mäßig besuchte Online-Veranstaltung der Stadt Oranienburg
zum Straßenausbaukonzept. Spätestens mit der Gründung einer neuen Bürgerinitiative (BI)
wird dieser Satz nun endgültig Lügen gestraft. In der schlechtesten Straße Oranienburgs regt sich
aktuell neuer Protest und Widerstand gegen einen geplanten teuren Ausbau.
Der Ruf der schlechtesten Straße basiert auf einer von der Stadt in Auftrag gegebenen
Prioritätenliste für unbefestigte Straßen. „Am Park“ in Sachsenhausen ist demnach auf rund
840 Metern in einem desolaten Zustand. Belag, Ausbaugrad, Erschließung an Regen- und
Trinkwasser, Beleuchtung, Kita-Nähe, Verkehrsstärke, Art der Nutzung und Bebauung,
Unterhaltungsaufwand: Das beauftragte Ingenieurbüro Schüßler-Plan wertetete all diese Faktoren aus,
vergab Prozentpunkte für jeden Faktor. Heraus kam: „Am Park“
landete mit einer Bewertung von 88 Prozent auf Nummer eins der zu sanierenden Straßen.
Neue Bürgerinitiative in Sachsenhausen
Insgesamt wurden 128 Kilometer unbefestigter Straßen untersucht, in der Straße
„Am Park“ ist die Dringlichkeit einer baulichen Veränderung am höchsten.
Die aktuell geschätzten Kosten einer Erschließung liegen bei mehr als einer Million Euro.
32 Anwohner sind betroffen. Nur zehn Prozent müsste laut Gesetzgebung die Stadt tragen.
Die Anwohnerinnen und Anwohner (GoogleMaps zeigt nur wenige Häuser) müssten für
die restlichen 90 Prozent aufkommen. In der Straße hat sich jetzt eine neue BI gegründet.
„Den Kern der noch jungen Bürgerinitiative bilden bisher elf Haushalte“, teilt Anwohner Stephan Luckner mit. „Tendenz steigend.“

Besonders die hohen Kosten lösen laut Stephan Luckner bei den Anwohnerinnen und
Anwohnern „großen Unmut und Sorge“ aus. Wie schon die BI in der Saalfelder und Suhler Straße,
wir berichteten mehrfach, geht es den Anwohnenden nicht darum, sich generell gegen einen
Ausbau zu positionieren. „Wir sind jedoch sehr wohl gegen einen Ausbau in dem geplanten
Umfang und einen Ausbau ohne entsprechende Bürgerbeteiligung“, so Luckner.
„Es handelt sich hier um eine sehr wenig befahrene Anliegerstraße, die auch sehr gut
ohne Bürgersteige und Parktaschen auskommen kann. Eine Verhältnismäßigkeit ist hier nicht gegeben“, teilt er mit.

Parallel zur Kritik der BI Saalfelder Straße bemängelt auch die neue Bürgerinitiative die
mangelhafte Kommunikation von der Verwaltung. Die Anwohnenden fühlen sich übergangen
und befürchten einen Premium-Ausbau. Die CDU schaltete sich jüngst ein,
forderte den Bürgermeister zum Handeln auf.
Bei einer Million Euro sind die Bedenken der Anwohnenden mitnichten unbegründete Vermutungen.
Die Verwaltung selbst wird höchstwahrscheinlich auch in diesem Fall wenig zur Schlichtung
und Beruhigung der Anwohnerinnen und Anwohner beitragen. Für die BI Saalfelder Straße
hat es bis heute keine direkte Einwohnerversammlung gegeben.
Baustadtrat Frank Oltersdorf ließ in einem Gespräch jüngst anklingen,
dass es keine Versammlung geben werde. Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos)
verwies lediglich darauf, dass er jederzeit telefonisch zu erreichen sei.

Die Zeit rennt den Anwohnenden jedoch davon. Schon am 21. Juni wird das
Straßenausbaukonzept der Stadt inklusive der Prioritätenlisten den Stadtverordneten
präsentiert. Im Anschluss sollen die Fraktionen darüber beraten.
In der Stadtverordnetenversammlung am 25. September soll das Konzept samt der dann
abgestimmten Ausbaustufen beschlossen werden. Dann steht fest,
welche Straßen in welcher Reihenfolge erschlossen werden.
Bleibt „Am Park“ durch politische Entscheidung an erster Stelle, könnten die Anwohnenden recht schnell zur Kasse gebeten werden.
Stephan Luckner bringt als Vorsitzender der Jagdpächtergemeinschaft
Oranienburg einen weiteren Aspekt in die Diskussion ein: den Naturschutz.
Die Straße „Am Park“ in Sachsenhausen verfüge über einen alten Baumbestand.
Er nennt Buchen, Eichen und Kastanien. „Diese Bäume stehen meist in der Mitte des
derzeitigen Weges und müssen mit hoher Wahrscheinlichkeit bei Umsetzung
des geplanten Straßenausbaus gefällt werden.“
Straßenausbau könnte Tierarten vertreiben
Luckner als Jagdpächter hat zudem die in der Straße lebenden Tierarten im Blick.
„Ich kann regelmäßig verschiedene Fledermausarten, den Waldkauz,
Eichhörnchen und auch Eisvögel in den Bäumen und in unmittelbarer Nähe des Baumbestandes bestätigen.“
Es sei durchaus davon auszugehen, dass „diese Tierarten durch die Vernichtung
des Baumbestandes abwandern beziehungsweise vertrieben werden“, äußert er eine
weitere Sorge des möglicherweise sehr umfangreichen Ausbaus der Anliegerstraße.
„Das Fällen von Bäumen, die zum Teil mehrere hundert Jahre alt sind, kann aus meiner
Sicht auch durch Ersatzpflanzungen nicht angemessen geheilt werden.
MOZ.de
Verkehr
Wann wird die Saalfelder Straße in Oranienburg ausgebaut?
Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) präsentiert einen neuen Stand zum Ausbau der Saalfelder Straße in Oranienburg.
Die CDU hatte ihn zuvor kritisiert. Darauf reagiert er.

04. Juni 2021, 06:00 Uhr•Oranienburg
Ein Artikel von
Marco Winkler
Die Saalfelder Straße in Oranienburg: Anwohner befürchten einen teuren "Premium-Ausbau",
bei dem sie tief in die Tasche greifen müssten.
Die Saalfelder Straße in Oranienburg: Anwohner befürchten einen teuren „Premium-Ausbau“,
bei dem sie tief in die Tasche greifen müssten.
© Foto: Marco Winkler
Am 21. Juni wird den Stadtverordneten in Oranienburg ein Entwurf vorgelegt, der weitreichende Folgen für
die Stadtentwicklung und Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner haben wird: das Straßenausbaukonzept.
Damit werden Prioritätenlisten vorgelegt, welche befestigte und unbefestigte Straßen künftig erneuert oder erschlossen werden.
Gute Nachrichten scheint es für die Anwohnenden der Saalfelder und Suhler Straße zu geben.
Laut Tiefbauamtsleiter Stefan Gebhard hat es die Saalfelder Straße nicht unter die Top 20 der zu erschließenden Straßen geschafft.
Damit rücke sie bei einem Ausbau-Vorhaben weit nach hinten. Das teilte er am Donnerstag auf einem
gemeinsamen Pressetermin mit Bürgermeister und Baudezernent mit. Im Dezember 2020 zog Bürgermeister
Alexander Laesicke (parteilos) einen Beschluss für den Ausbau zurück. Eine Bürgerinitiative hatte sich im Vorfeld gegründet.
Sie befürchtet einen vierspurigen „Premium-Ausbau“, der zu teuer für Anwohner sei. Jüngst machten sie ihrem Unmut erneut Luft. Wir berichteten.

Auslegung der Ausbau-Varianten verlängert
Nun wird die Saalfelder Straße aus der Sonderstellung zu einem Baustein im Straßenbaukonzept.
Eine direkte Beschlussvorlage werde es laut Laesicke wohl nicht mehr geben.
13 Seiten füllen die Anregungen der Anwohner. Laut Baudezernent Frank Oltersdorf sollen die
Vorschläge ausgewertet und abgewogen werden. „Dann stellen wir sie der Politik vor.
Das war unser Auftrag“, sagt er. Zudem wurde die öffentliche Auslegung der
Ausbauvarianten um knapp vier Wochen – also bis zum 30. Juni – verlängert.

Einzelne Straßenbetrachtungen würden laut Laesicke zugunsten einer generellen Ausbau-
Perspektive zurückgestellt. Er ärgert sich, dass sich aktuell die CDU in die Debatte einklinke.
Die Stadtverordneten Nicole Walter-Mundt und Christian Howe forderten ihn jüngst zum Handeln
im Streit um den Ausbau in Oranienburg-Süd auf. Sie sprachen mit Anwohnern,
die sich eine bessere Kommunikation mit der Verwaltung wünschen.
Die CDU sieht Laesicke in der Pflicht, darauf zu reagieren. Walter-Mundt rief zu einer Einwohnerversammlung auf.
Frank Oltersdorf ließ nun anklingen, dass es keine geben wird. Die Anwohner wünschen ein klärendes Gespräch.
Laesicke dazu: jeder mit einem Anliegen könne ihn jederzeit anrufen.
Laesicke reagiert auf Kritik der CDU
Christian Howe kritisierte zudem, dass Spritzasphaltdecken als günstige Variante und
ohne Anwohnerbeteiligung keine Rolle spielen. Laesicke reagierte auf die Kritik.
„Keiner der CDU war deshalb in meinem Büro“, sagte er. „Dann wüssten sie,
dass Spritzasphaltdecken langfristig die teuerste Art der Straßenunterhaltung ist.“
Die Ertüchtigung belaste den Haushalt über Jahre immer wieder.
Laut Frank Oltersdorf sei das nur eine schnelle Lösung für den Kraftverkehr, mehr nicht.

In den nächsten fünf bis zehn Jahren sei kein Ausbau der Saalfelder Straße vorgesehen,
sagte Laesicke. Die Standards für einen möglichen Ausbau aller Straße sind
Teil des Straßenausbaukonzeptes. Dieses soll als Leitfaden gesehen werden.
Nach der im Juni eingebrachten Verwaltungsvorlage sollen die Abgeordneten
in den politischen Gremien darüber beraten. In der Stadtverordnetenversammlung
am 25. September könnte das Konzept als Grundlage für den künftigen Ausbau
von Straßen in Oranienburg beschlossen werden.
Oranienburg: Anwohner der Straße „Am Kanal“ fordern Lösung für Verkehrsproblem
Nicole Walter-Mundt (CDU) macht sich für eine Verkehrsberuhigung in der Straße „Am Kanal“ stark.

ANZEIGE
15:04  12.08.2021
Das Thema Straßenausbau bewegt die Gemüter. Die Bürgerinitiative der Straße „Am Kanal“ hatte
am Dienstagabend zu einer ersten Informationsveranstaltung geladen.
Auch die CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt war vor Ort.

Oranienburg
Das Thema Straßenausbau bewegt die Gemüter. So machen in Oranienburg derzeit gleich mehrere Bürgerinitiativen mobil
gegen das vorgelegte Ausbaukonzept von Bürgermeister Alexander Laesicke – drei an der Zahl.
Dabei zeigt sich insgesamt ein differenziertes Bild bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern.
Die hohen Kosten, die im Falle eines grundhaften Ausbaus auf die Grundstückseigentümer umgelegt werden,
sind nicht das einzige Gegenargument. Viele befürchten nach der Ertüchtigung ihrer Straße vor allem eine steigende
Verkehrsbelastung im Wohngebiet und somit den Verlust an Lebensqualität.


ANZEIGE
Bürgerinitiave „Am Kanal“ lädt zur Informationsveranstaltung
Die Bürgerinitiative der Straße „Am Kanal“ hatte deshalb am Dienstagabend zu einer ersten Informationsveranstaltung geladen,
an der auch die CDU-Landtagsabgeordnete und Stadtverordnete Nicole Walter-Mundt teilgenommen hat.
Die Straße steht aktuell auf Platz drei der Prioritätenliste des vorgelegten Ausbaukonzeptes,
obwohl sie bereits in den 1990er und 2000er Jahren mittels einer Spritzasphaltdecke saniert und ertüchtigt wurde.
In den zurückliegenden Jahren hat sich der Verkehr vor Ort jedoch deutlich erhöht.
Denn die Strecke entlang des Oranienburger Kanals dient vielen Verkehrsteilnehmern als Ausweichroute und Abkürzung
zu den Hauptverkehrsstraßen speziell in Oranienburg-Süd. Aufgrund der engen Straßenbreite kommt es hier jedoch immer wieder
zu brenzligen Situation zwischen sich begegnenden PKWs, Radfahrern und Fußgängern. Auch die Geschwindigkeit wird hier häufig überschritten,
berichten die Anwohnerinnen und Anwohner. Sie befürchten sogar, dass sich dieser Zustand mit einem Ausbau der Straße künftig nicht nur verstetigt,
sondern sogar noch verstärkt.

CDU-Fraktion fordert Lösung im Sinne der Anwohner
„Das kann aber nicht Sinn und Zweck einer Ausbaumaßnahme sein“, zeigt sich die Nicole Walter-Mundt überzeugt.
„Wir müssen vor allem dafür sorgen,
dass der Verkehr aus den Wohngebieten herausgehalten wird. Die Straße ‚Am Kanal‘ ist ein Beispiel dafür,
bei der wir verschiedene verkehrsberuhigende Maßnahmen prüfen und dann auch umsetzen sollten.
Dies kann zum Beispiel über eine Einbahnstraßenregelung erfolgen,
die den Ausweich- und Durchgangsverkehr aus dieser Straße heraushält
und gleichzeitig dafür sorgt, dass der Verkehr nicht einfach in die Nebenstraßen verlagert wird.
Dazu werden wir uns im Rahmen der Sondersitzung des
Bauausschusses beraten und hoffentlich eine gute Lösung im Sinne der Anwohner finden.“
Die Sondersitzung findet auf Antrag der CDU-Fraktion am 1. September 2021 statt und wird sich
schwerpunktmäßig mit dem Straßenausbaukonzept befassen.
Zusätzlich hat die Union das Thema Saalfelder- und Suhler Straße sowie nun auch die Frage
der Verkehrsberuhigung in der Straße „Am Kanal“ auf die Tagesordnung gesetzt.

Von MAZonline
MOZ.de

Straße Erschließung Verkehr
Noch mehr Protest und Widerstand in Oranienburg gegen den Straßen-Ausbau
Mittlerweile gibt es in Oranienburg drei Bürgerinitiativen, die sich gegen einen teuren Straßenausbau stellen.
Die BI „Am Kanal“ ist generell gegen einen Ausbau. Nutzen Politiker die BIs für Wahlkampf aus?

19. August 2021, 05:30 Uhr•Oranienburg
Ein Artikel von
Marco Winkler
Die Straße ;Am Kanal; in Oranienburg: Eine Bürgerinitiative ist gegen einen geplanten Ausbau.
Die BI bemängelt die Kommunaktion mit der Verwaltung.
Die Straße „Am Kanal“ in Oranienburg: Eine Bürgerinitiative ist gegen einen geplanten Ausbau.
Die BI bemängelt die Kommunaktion mit der Verwaltung.
© Foto: Marco Winkler
In diesem Jahr hat sich die Stadt Oranienburg Großes vorgenommen:
Ende Oktober soll im Stadtparlament über das Straßenausbaukonzept abgestimmt werden.
Am 1. September gibt es einen Sonderbauausschuss zu dem Thema, das seit Monaten kontrovers diskutiert wird.
Mittlerweile hat sich neben den Bürgerinitiativen (BI) „Am Park“ und Saarfelder/Suhler Straße eine dritte BI „Am Kanal“ gegründet.
Auch sie wirft der Verwaltung mangelnde Transparenz vor. Mehrere Parteien unterstützen die Arbeit der Bürgerinitiativen.
Nutzen Politikerinnen und Politiker dabei die Sorgen der Anwohnenden aus, um vor der Bundestagswahl auf Stimmenfang zu gehen?
Oder sind sie ernsthaft um Kommunikation und Konsens bemüht?

Skepsis und Ablehnung
Die 1,8 Kilometer Straße „Am Kanal“ schaffte es auf Platz drei in der bisher vorliegenden Prioritätenliste der Stadt zum Ausbau.
Geschätzte Kosten: knapp 2,4 Millionen Euro.
Wie in der Saarfelder/Suhler Straße und der Straße „Am Park“ in Sachsenhausen befürchten die Anwohnerinnen und Anwohner enorme Kosten,
sollte die Straße erschlossen werden. „Die Mehrheit der Anwohner steht dem Vorhaben skeptisch gegenüber“, sagt ein BI-Sprecher,
der wegen seines Berufs namentlich nicht genannt werden möchte. „Die Zielsetzung ist uns nicht klar.“ Der harte BI-Kern besteht aus 20 Leuten,
eine Unterschriftenaktion gegen den Ausbau haben 155 Menschen aus dem Viertel unterschrieben.
Bauen Straße Verkehr
Straßenausbau in Oranienburg – anhaltende Sorge um hohe Kosten
ORANIENBURG

Wie schon die anderen BIs, hätten sich Anwohner mit der Verwaltung in Verbindung gesetzt.
„Es kam jeweils die Rückmeldung, dass es sich nur um ein Konzept ohne inhaltliche Untersetzung handelt.“
Doch das beunruhigte nur noch mehr. Sorgen, die die Verwaltung nicht nehmen konnte. Anders als in den anderen Straßen,
sind die Anwohner am Kanal nicht nur gegen einen teuren Ausbau (die BIs sprechen von „Premium-Ausbau“).
„Wir wollen gar keinen Ausbau“, sagt der Sprecher. Die Straße sei zu schmal, um sie nach modernen Standards auszubauen.
„Man müsste in die Natur oder die Grundstücke eingreifen.“ Er wünscht sich eine Verkehrsberuhigung –
für das gesamte Thüringer Viertel.
Die Straße „Am Kanal“ liegt idyllisch. Viele Bäume, Gärten auf der einen, der Kanal auf der anderen Seite. „
Von Autofahrern wird die Straße und das gesamte Viertel aber als Abkürzung genutzt.“ Die Schleichwege sind beliebt.
„Ein Straßenausbau würde das Verkehrsaufkommen unnötig erhöhen.“
Es komme immer wieder zu brenzligen Situationen auf der schmalen Strecke.

CDU für Verkehrsberuhigung statt Ausbau
Davon hat sich auch die Stadtverordnete und Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt (CDU) kürzlich ein Bild gemacht.
Sie kam mit Anwohnern ins Gespräch. „Wir müssen vor allem dafür sorgen, dass der Verkehr aus den Wohngebieten herausgehalten wird“,
teilte sie im Anschluss in einer Pressemitteilung mit. Es sollten verkehrsberuhigende Maßnahmen geprüft und umgesetzt werden.
„Dies kann zum Beispiel über eine Einbahnstraßenregelung erfolgen, die den Ausweich- und Durchgangsverkehr aus dieser Straße heraushält
und gleichzeitig dafür sorgt, dass der Verkehr nicht einfach in die Nebenstraßen verlagert wird.“
Eingang ins Grüne: Das Thüringer Viertel braucht keinen Ausbau, sagt sie BI. Er würde den Schleichverkehr nur beflügeln.
Eingang ins Grüne: Das Thüringer Viertel braucht keinen Ausbau, sagt sie BI. Er würde den Schleichverkehr nur beflügeln.
© Foto: Marco Winkler
Die Unterstützung von Nicole Walter-Mundt, die eine Verkehrsberuhigung für „Am Kanal“ im Sonderbauausschuss thematisieren will,
kommt der BI sicher zu gute. Bei anderen Parteien kommt das nicht so gut an. Sie wittern politische Inszenierungen einzelner Personen.
So wie der Stadtverordnetenvorsteher Dirk Blettermann (SPD). Die Initiativen hätte Stadtverordnete eingeladen, um zu diskutieren.
„Ich bin sehr dankbar, dass sich Vertreter aller Fraktionen dem Diskurs gestellt haben und
mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch gekommen sind“, teilt er mit.
Ein gemeinsamer Kompromiss sollte gefunden werden.
„Kleinkarierte parteipolitische Scharmützel oder vermeintlich parteiliche Vorteile
sollten an dieser Stelle in der für Oranienburg wichtigen Angelegenheit außen vor bleiben“,
zielt er seine Worte auf die Pressearbeit von Nicole Walter-Mundt. Doch ist es ihr zu verdenken,
in einer CDU-Mitteilung nicht gleichzeitig Werbung für das Engagement anderer Parteien zu machen?

Klar ist: Alle Bürgerinitiativen bestätigen, dass nicht nur CDU und SPD, sondern auch Grüne und Linke vor Ort gewesen seien –
ob es zu einem BI-Infotreffen war oder als der RBB-Robur-Bus in Sachsenhausen einen Stopp eingelegt hat.
Linke und CDU präsentierten zudem erste konkrete Anträge für eine veränderte Erschließungsbeitragssatzung.
Bisher übernimmt die Stadt zehn Prozent der Kosten. Bald könnten es fünfzig oder mehr sein.
Darüber wird im Stadtparlament ebenso zu diskutieren sein wie über eine kostengünstige (so SPD und CDU)
beziehungsweise mit enormen Folgekosten verbundene (so Verwaltung) Sanierung mittels Spritzasphaltdecken.
Die Stadt Oranienburg selbst unterstützt indes das Anliegen von Dirk Blettermann und ruft gemeinsam mit dem SVV-Vorsteher
zu einem „parteiübergreifenden Kompromiss im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger“ auf.

© 2021 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG | Content Management von InterRed GmbH
Für mehr Mitspracherecht bei der
Durchsetzung von
Straßensanierung in Oranienburg
Süd

Unser Blog
Zurück zum Seiteninhalt